5 vor 12

December 10, 2016 § Leave a comment

​Und so viel Vertrauen fehlt, dass mich die kleinsten Dinge in solch einen emotionalen Taumel stürzen. Ich hielt es nicht für ausgeschlossen dass du mich einfach vergisst, nicht mal Interesse genug zeigst um mir zu antworten. 


In mir ist so viel Unsicherheit und Angst und die ist schwer zu zähmen. Du sagst manchmal schöne Sachen, aber ich glaube sie dir nicht. Ich glaube dir nicht dass ich wertvoll bin, es sind am Ende doch nur Worte. Dein Verhalten spricht eine andere Sprache.


Ich weiß nicht ob da mehr ist und wie wir es schaffen können, das freizulegen. Ich fühl mich so knapp am Rande des Erschöpftseins, meine Ressourcen gehen aus. Gleichzeitig kann ich mir nicht vorstellen aufzugeben. 
Und ich taumle hin und her, halte mich an jedem noch so kleinen Ast fest nur um feststellen zu müssen dass er nicht stark genug ist um mich zu halten. Und jedesmal denke ich mir, “das weißt du doch eigentlich schon”. Trotzdem mache ich immer weiter. Warum? Ist es Selbsthass? Bin ich so masochistisch veranlagt? Immer weiter, bis es nicht mehr geht.

Das Glück in einer zwischenmenschlichen Beziehung suchen, statt in mir selbst. In einer Beziehung, die von Anfang an gescheitert ist. Die mir mehr Tage an Selbstzweifel und Schmerz gebracht haben als Freude.
Warum daran festhalten? Warum so viel Kraft aufwenden, um das verkalkte Triebwerk irgendwie zum Laufen zu bringen? Ist es nicht zu verkalkt? Zu rostig? Werden die Zahnräder nicht sowieso in Stücke zerfallen, wenn man das Werk irgendwie zum fahren bringt.


Ich weiß nicht was es ist. Irgendwas in mir schreit immer noch “ja, versuch es, gib alles was du kannst”. Was kann ich denn geben? Was habe ich mir selbst zu geben? Liebe. Aber wer will sie, wenn nicht einmal ich selbst. 


12

So haben wir eine Kreuzung gefunden und uns endlich für einen Weg entschieden. Einen den ich bereit bin zu gehen (und eigentlich schon öfter versucht habe anzugeheb) aber doch noch nicht ganz wahrhaben will dass ich ihn nun wirklich betreten habe. Ich wandle herum, noch halb betäubt. 

Ich ertappe mich dabei mir zu wünschen du würdest dich noch eine Abkürzung zu mir suchen. Was fast beschämend ist, nach dem was die letzten 6 Monate passiert ist. Das Bedürfnis gesehen zu werden ist so groß, dass es die Tatsache dass du dich nicht dazu vermagst überschattet. 

Leider schlägt das alles in eine alte Kerbe, die zu reparieren ich anscheinend noch nicht annähernd im Stande war. Und noch habe ich keine Ahnung, wie ich das angehen soll. Selbst wenn ich es schaffe meine Arme, meine Hände auszustrecken … selbst wenn sie tatsächlich jemand fassen würde, wüsste ich nicht wo ich halt finden darf. Und ob ich sollte.

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